Zwei Jahre. Über fünfzehn produktive KI-Systeme. Null Abgänge.
Das sind die Zahlen, an denen wir uns messen lassen. Und wenn wir ehrlich sind, sagen sie weniger über uns aus als über das, was im deutschen KI-Markt gerade schiefläuft.
Wo wir herkommen
Als wir angefangen haben, war KI im Planungsbüros vor allem eins: eine Folie in der Strategieabteilung. ChatGPT war neu, Make.com-Setups wurden als "Automatisierungen" verkauft, und fast jede Agentur stempelte sich zum "AI-Partner".
Wir haben schnell gemerkt: Das meiste davon läuft nicht. Nicht wirklich. Ein Voicebot im Monatsabo, der dem Kunden zwar eine Demo zeigt, aber nach vier Wochen abgeschaltet wird, weil niemand im Betrieb ihn bedienen kann. Das ist keine Infrastruktur. Das ist Theater.
Was sich über die Projekte hinweg wiederholt hat
Quer durch alle Häuser dieselbe Beobachtung: Der teuerste Posten ist nicht die Technik, sondern die Zeit vor der Technik. Unterlagen zusammentragen, Planstände klären, Rechte sortieren.
Und der zweite wiederkehrende Befund: Der erste Baustein, der wirklich trägt, ist fast nie der spektakulärste. Es ist die Suche über den eigenen Bestand, weil sie jeden Tag mehrfach gebraucht wird.
Was wir anders machen wollten
Der Anspruch war von Anfang an ein anderer. Wir wollten KI, die noch läuft, wenn wir weg sind. Das heißt:
- Das System muss produktiv laufen, nicht nur in der Demo.
- Das Team des Kunden muss es selbst bedienen können.
- Die Kosten müssen in einem klaren Rahmen stehen, nicht in monatlich wachsenden Cloud-Bills.
- Es muss auf die Daten des Betriebs passen, nicht auf ein generisches Template.
Das war unser Gründungsversprechen, und zwei Jahre später ist es immer noch unsere Arbeitsregel.
Fünfzehn Projekte später
Was dabei herausgekommen ist: über fünfzehn KI-Systeme für deutsche Industrie- und B2B-Unternehmen. Ein paar Beispiele:
- Ein Dokument-Agent, der Ausschreibungen im Baugewerbe in unter drei Minuten beantwortet (statt der üblichen drei Stunden).
- Ein SAP-angebundenes Produktberatungs-System für einen Industriezulieferer, das Techniker auf Anruf präzise durch die Produktpalette führt.
- Ein WhatsApp-Agent für einen Planungsbüro, der Anfragen qualifiziert und Termine setzt, nachts, am Wochenende, in Urlaub.
- Ein vollständiges AI OS für einen produzierenden Betrieb in Sachsen, das CRM, Dokumente und Kundenkommunikation zusammenführt.
Jedes dieser Systeme ist nach wie vor im Einsatz. Das ist die wichtigere Zahl als "fünfzehn".
Wir entwickeln KI, die noch läuft, wenn wir weg sind.
Drei Dinge, die wir gelernt haben
1. Übergabe schlägt Demo.
Das häufigste Missverständnis im KI-Projektgeschäft: der Kunde kauft die Demo, nicht das System. Wir haben früh umgestellt: eine Demo kostet uns einen Tag, eine Übergabe kostet uns vier Wochen. Wir liefern ausschließlich das zweite.
Der Unterschied zeigt sich im siebten Monat. Das Demo-System wird abgeschaltet. Das übergebene System läuft.
2. Daten des Betriebs sind das eigentliche Asset.
Wir haben kein Produkt, das wir allen verkaufen. Wir haben ein Pattern, das wir auf die Daten eines Betriebs anwenden. Das ist zeitintensiver. Es ist auch der Grund, warum wir nicht verlieren, weil am Ende ein System entsteht, das keine Agentur mit Make-Workflow nachbauen kann.
3. Förderung beantragt gehört dazu.
Für die meisten Projekte haben wir Fördermittel mitbeantragt. 2026 läuft das fast ausschließlich über den EFRE-Digitalisierungszuschuss, verwaltet durch die SAB. Die Quote staffelt sich nach Betriebsgröße, und die Höchstbeträge des Programms begrenzen die zuwendungsfähigen Ausgaben, nicht den Zuschuss. Seit dem 17. Juli 2026 nimmt die Bank in der Übergangsregion zudem keine neuen Anträge mehr an, in der Stadt Leipzig, im Landkreis Leipzig und im Landkreis Nordsachsen dagegen weiterhin. Das ist kein Sales-Bonus, das ist schlichtweg Teil unseres Liefermodells. Wenn ein erheblicher Teil öffentlich getragen wird, wird aus einem "vielleicht nächstes Jahr" ein "starten wir nächsten Monat".
Warum wir das jetzt schreiben
Weil wir immer wieder gefragt werden, wer wir eigentlich sind. Und wir sind keine Marketing-Agentur mit KI-Label. Wir sind ein kleines Team in Leipzig, das seit zwei Jahren KI-Infrastruktur für Betriebe entwickelt, die damit tatsächlich arbeiten wollen, in einem Marktumfeld, in dem echte Implementierung immer noch die Ausnahme ist.
Keine Pakete von der Stange. Keine monatlichen Abo-Cloud-Tricks. Keine Roboter-Stockbilder.
Dafür: saubere Systeme, klare Festpreise, Förderung beantragt, Team-Übergabe inklusive. Fünfzehn Mal durchgezogen. Und genau so machen wir auch das sechzehnte Projekt.
Häufige Fragen
Wie viele KI-Projekte hat PhoenixOne bisher realisiert?
Über 15 produktive Systeme in zwei Jahren, alle weiter im Betrieb.
Was unterscheidet PhoenixOne von AI-Agenturen?
Wir liefern Infrastruktur mit Team-Übergabe. Keine Demos, keine monatlichen Abos. Das System läuft, wenn wir weg sind.
Welche Branchen betreut PhoenixOne?
Industrie- und Ingenieur- und Planungsbüros: Maschinenbau, Zulieferer, Spezialfertigung, B2B-Dienstleister.
Was kostet ein Projekt?
Der Aufwand richtet sich nach Umfang, Zahl der Anbindungen und Zustand Ihrer Daten. Die Zahl für Ihren Fall nennen wir im Konzeptgespräch. Der EFRE-Digitalisierungszuschuss kann einen Teil übernehmen, die Quote hängt an der Betriebsgröße.
Wie lange dauert ein Projekt?
4 bis 12 Wochen bis Go-Live. Plus 8 bis 12 Wochen Förderantrag-Bearbeitung parallel vor Kick-off.
