01Warum die Prüfung bei jeder Frage stattfinden muss
Der naive Weg wäre, alles zu erfassen und die Antwort hinterher zu filtern. Das ist gefährlich, weil bereits die Formulierung der Antwort Inhalte verrät, die nicht gezeigt werden dürfen. Deshalb wird umgekehrt vorgegangen: Erst wird ermittelt, welche Dokumente diese Person sehen darf, dann wird ausschließlich daraus geantwortet. Alles andere existiert für diese Anfrage schlicht nicht.
02Wo die Rechte eigentlich herkommen
Sie werden nicht neu vergeben, sondern aus dem übernommen, was bei Ihnen bereits gilt. Das hält die Pflege an einer Stelle und verhindert, dass ein Austritt in fünf Systemen nachgezogen werden muss.
- Der Verzeichnisdienst mit Benutzern, Gruppen und deren Zugehörigkeit
- Die Ordnerrechte auf dem Dateiserver, einschließlich der geerbten
- Projekt- und Mandantszuordnungen aus der Fachsoftware
- Postfächer und geteilte Ordner mit ihren jeweils eigenen Freigaben
- Ausdrücklich ausgeklammerte Bereiche wie Personalakten und private Ablagen
03Die typischen Löcher
Die meisten Probleme entstehen nicht im KI-System, sondern werden dort nur sichtbar. Ein Ordner, den vor Jahren jemand für alle freigegeben hat. Eine Gruppe, in der noch ausgeschiedene Kollegen stehen. Eine Ablage, die an der Rechtestruktur vorbei gewachsen ist. Wir liefern diese Funde als Liste, bevor das System in Betrieb geht. Aufräumen muss sie Ihre IT, das ist nicht unsere Entscheidung.
04Nachvollziehbarkeit im Nachhinein
Jede Anfrage wird mit Zeitpunkt, Person und den genutzten Quellen protokolliert. Damit lässt sich im Zweifel belegen, wer wann worauf zugegriffen hat, und das ist nicht nur bei einem Vorfall wichtig, sondern auch gegenüber dem Betriebsrat. Wie lange diese Protokolle vorgehalten werden und wer sie einsehen darf, legen Sie fest, nicht wir.