Schnittstelle Archicad · ORCA AVA
Archicad und ORCA AVA
warum die Mengen selten passen.
Der Weg vom Modell in die Ausschreibung ist technisch beschrieben und praktisch selten geradlinig. Hier steht, woran das liegt.
Kurz gesagt
Zwischen Archicad und ORCA AVA läuft der Austausch über IFC für die Mengen und über GAEB für das Leistungsverzeichnis selbst. Beides funktioniert. Was selten funktioniert, ist die Erwartung, dass Modellmengen ohne Prüfung ausschreibungsfähig sind: Ein Modell wird für die Planung gebaut, nicht für die Abrechnung, und die Regeln der Mengenermittlung folgen den Vertragsbedingungen, nicht der Geometrie.
Stand: September 2026

- Für wen
- Architektur- und Planungsbüros, die aus dem Modell ausschreiben
- Aufwand
- 15 Arbeitstage bis zum Fahrplan
- Förderung
- Wird für Ihr Bundesland geprüft
- Datenhaltung
- In Ihrem Büro oder im Rechenzentrum in Frankfurt
- Erster Schritt
- Dreißig Minuten Erstgespräch per Video
Was an dieser Naht wirklich passiert
Sechs Punkte, die den Unterschied zwischen Datenblatt und Alltag ausmachen.
01 · Was hereinkommt
- Der Transport funktioniert: Mengen über IFC, das Leistungsverzeichnis über GAEB, in beide Richtungen
- Die Mengen stimmen trotzdem selten direkt, weil Abrechnungsregeln Öffnungen, Überstände und Zuschläge anders behandeln als die Geometrie
02 · Was daraus wird
- Das Modell hätte für Mengen anders gebaut werden müssen, und das entscheidet sich Monate vor der Ausschreibung
- Positionstexte kommen aus lizenzierten Normtextkatalogen, nicht aus dem Modell, und genau das macht ein Verzeichnis rechtssicher
03 · Was danach anders ist
- Bei Änderungen stellt sich die Frage, welcher Modellstand in welcher Fassung des Verzeichnisses steckt
- Der eigene Bestand an früheren Verzeichnissen ist die verlässlichste Quelle für den nächsten Entwurf, und die am schlechtesten erschlossene
Für wen sich das lohnt
- Ausschreibende
- Sie bauen Verzeichnisse aus Bausteinen früherer Projekte zusammen. Künftig finden Sie diese Bausteine, statt sie aus drei alten Dateien zu kopieren.
- Objektplanung
- Sie entscheiden im Entwurf über die Mengenfähigkeit des Modells, ohne es zu merken. Das lässt sich früher sichtbar machen.
- Büroleitung
- Sie zahlen für Mengenkorrekturen, die niemand als Position führt. Das Audit zeigt, wie viel das im Jahr ist.
Der Bruch liegt vor der Schnittstelle
Wer aus dem Modell ausschreiben will, muss das Modell dafür bauen, und diese Entscheidung fällt in der Entwurfsphase, lange bevor jemand an die Ausschreibung denkt. Später lässt sie sich nicht nachholen. Was dann bleibt, ist Nacharbeit an den Mengen, und die kostet in der Praxis mehr Zeit, als das Verzeichnis von Hand aufzubauen. Deshalb ist die ehrliche Antwort an dieser Stelle selten die Automatik, sondern eine gute Vorlage aus dem eigenen Bestand.
Warum wir Ihre AVA nicht ersetzen
Sie könnten uns fragen, warum wir das Leistungsverzeichnis nicht gleich selbst erzeugen. Der Grund ist nicht Bescheidenheit, sondern Haftung und Lizenz. Was ein Verzeichnis rechtssicher macht, sind lizenzierte Normtexte, die halbjährlich gepflegt und von allen Anbietern zugekauft werden. Eine frei erzeugte Leistungsbeschreibung ist Freitext, und Freitext ist genau das, was bei einer öffentlichen Ausschreibung zum Risiko wird.
Dazu kommt die Formatlast. Wer eine eigene Ausschreibungssoftware bauen wollte, müsste drei Formatgenerationen gleichzeitig beherrschen, weil Bieter zurückschicken, was ihre eigene Software kann. Diese Arbeit erzeugt keinerlei Unterschied für Sie und kostet Monate.
Unsere Rolle liegt deshalb daneben: Ihr Bestand an früheren Verzeichnissen, Nachträgen und Bietergesprächen wird durchsuchbar. Auf die Frage, wie Sie eine vergleichbare Position zuletzt formuliert und was ein Bieter damals dazu angemerkt hat, kommt eine Antwort mit Fundstelle. Das Verzeichnis selbst bauen Sie weiter in Ihrem Programm.
Was wir dafür entwickeln
Ein Modell wird für die Planung gebaut. Dass man daraus ausschreiben kann, ist eine Entscheidung aus dem Entwurf.
So gehen wir vor
- Schritt 1
Erstgespräch
Dreißig Minuten per Video. Wir fragen nach Anfragen, Aufträgen und Stunden, nicht nach Ihrem Interesse an KI.
- Schritt 2
Audit
Fünfzehn Arbeitstage mit festem Enddatum. Ihre Ablaufkarte von der Anfrage bis zur Rechnung, am Ende ein Plan mit Festpreis je Schritt.
- Schritt 3
Umsetzung
Sie entscheiden Schritt für Schritt. Jeder Baustein läuft, bevor der nächste beginnt, und gehört Ihnen ab Tag eins.
Was Betriebe an dieser Stelle fragen
Einwand
Erzeugt die KI unser Leistungsverzeichnis?
Sie erzeugt einen Entwurf aus Ihren eigenen früheren Verzeichnissen, mit Fundstelle zu jeder übernommenen Position. Das fertige Verzeichnis bauen Sie in Ihrem Programm, weil dort die lizenzierten Normtexte liegen, die es rechtssicher machen.
Einwand
Warum nicht gleich eine eigene AVA?
Weil der Aufwand keinen Unterschied für Sie erzeugt. Lizenzierte Textkataloge, drei Formatgenerationen, Prüf- und Vergabelogik: Das alles müsste nachgebaut werden, damit am Ende dasselbe herauskommt wie heute. Sinnvoller ist, neben Ihrem Programm zu stehen und es zu füttern.
Einwand
Passen die Mengen aus dem Modell?
Selten ohne Prüfung. Abrechnungsregeln behandeln Öffnungen, Überstände und Zuschläge anders als die Geometrie, und ein Modell wird für die Planung gebaut. Nutzbar sind Modellmengen als Plausibilitätskontrolle, nicht als Ersatz der Mengenermittlung.
Einwand
Hilft das auch ohne Modell?
Ja, und für die meisten Büros ist das der Normalfall. Die Wissensbasis setzt an Ihren Dokumenten an, nicht an einer Modellkette. Zwei Drittel der Büros tauschen Planunterlagen ohnehin als PDF aus.
Einwand
Gibt es Fördermittel dafür?
Oft ja. Ob ein Zuschuss greift, hängt an Ihrem Bundesland, an der Betriebsgröße und am Vorhaben. Wichtig für Sie: Architekten und Ingenieure sind Angehörige freier Berufe, und nicht jedes Programm lässt die zu. Wir klären das vor dem Termin und sagen Ihnen ehrlich, ob sich der Antragsaufwand lohnt.
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Sehen wir uns Ihr Büro an.
Dreißig Minuten, per Video oder Telefon. Danach wissen Sie, ob sich das für Sie lohnt.